18. Tag der offenen Gartentür 2016

Zu Besuch in privaten Gärten in Oberbayern

Sonntag, 26. Juni 2016
10 bis 17 Uhr

Seit 1999 findet der Tag der offenen Gartentür am letzten Sonntag im Juni statt (in manchen Landkreisen findet der Tag der offenen Gartentür an einem anderen Tag statt). Private Gärten öffnen ihre Pforten und laden zur Besichtigung ein. 30.000 bis 50.000 Besucher kommen jährlich, um sich an den verschiedenartig gestalteten Gartenparadiesen zu erfreuen, Anregungen für den eigenen Garten zu sammeln und zum Gedankenaustausch unter Gleichgesinnten. Die dabei entstehenden Gespräche intensivieren auch den Kontakt zwischen den Freizeitgärtnern, den Gartenbauvereinen, der Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege und den Firmen des Garten- und Landschaftsbaus. So wird der Tag der offenen Gartentür ein Erlebnis, ein Urlaub und eine Lehrstunde in einem.

Was sich am Tag der offenen Gartentür den Besuchern präsentiert, ist das Ergebnis langjähriger Arbeit, kreativer Ideen und der Liebe zur Natur. Wo es blüht, da ist das Leben zuhause – lässt sich auch nicht die ganze Welt in einen blühenden Garten verwandeln, so doch das eigene Stückchen Land! Abseits von Stress und Hektik unserer Zeit bietet es Gestaltungsspielraum. Beim Werkeln in der Erde werden die Gedanken frei und der Garten zum meditativen Raum. Was darin entsteht, zeigen uns auch 2016 die zahlreichen verschiedenen teilnehmenden Gärten: Schul- und Lehrgärten sind darunter, Integrationsgärten in der Stadt, Bauerngärten, ländliche Hausgärten, Gärten mit Kleintierhaltung oder solche mit Wasserlandschaften oder Rosenbeeten nach englischem Vorbild.

Für alle Gärten gilt gleichermaßen die Charakterisierung des Schweizer Landschaftsarchitekten Dieter Kienast:
„Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was in unserer Gesellschaft am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum“.

2016 nahmen neun Landkreise in Oberbayern am Tag der offenen Gartentür teil:

  • Eichstätt
  • Pfaffenhofen
  • Dachau
  • Starnberg
  • Weilheim-Schongau
  • Garmisch-Partenkirchen
  • Rosenheim
  • Berchtesgadener Land
  • Neuburg-Schrobenhausen
    (Im Landkreis Neuburg-Schrobenhausen findet der Tag der offenen Gartentür bereits am 12. Juni 2016 statt. Die Gärten sind von 9.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.)

Die Listen der teilnehmenden Gärten, aufgeteilt nach Landkreisen, finden Sie hier.

Der Tag der offenen Gartentür im Landkreis Weilheim-Schongau

Zeitweiliger Regen hielt die Besucher im Landkreis Weilheim-Schongau nicht vom Besuch der rund 20 Gärten in Birkland und Schwabsoien ab. Schon von weitem konnte man in Schwabsoien die großen, bunten Willkommensblumen an den Garteneingängen sehen. Zu Fuß pilgerten die Gäste entlang der gut beschilderten Route durch den Ort. Manche Gärten lagen nebeneinander und hatten offene Grenzen. So konnte man ohne Unterbrechung durch die Gartenräume wandern und sich am Ende an der reichhaltigen Kaffeetafel des örtlichen Obst- und Gartenbauvereins stärken. Schwabsoien entpuppte sich als „Hühnerdorf“, insbesondere Seidenhühner leben hier in teilweise ganz besonders hübsch und individuell gestalteten Hühnerhäusern. Sie scharren nicht so viel wie ihre großen Artgenossen und vertilgen gerne Blattläuse, Ameisen und Schneckeneier, erklärten die Besitzer den neugierig fragenden Gästen. Wer weiß, vielleicht breitet sich der „Hühnervirus“ bald auch in anderen Orten aus…

Impressionen vom Tag der offenen Gartentür in Schwabsoien, Landkreis Weilheim-Schongau

Sitzplatz am Teich im Garten von Angelika Hartmann

Sitzplatz am Teich im Garten von Angelika Hartmann

Kreatives Gartenambiente

Kreatives Gartenambiente

Dem Garten von Ida Jahr gibt selbstgetöpferte Gartenkunst eine besondere Note.

Dem Garten von Ida Jahr gibt selbstgetöpferte Gartenkunst eine besondere Note.

Willkommensblumen begrüßten die Besucher am Eingang der Gärten

Willkommensblumen begrüßten die Besucher am Eingang der Gärten

Laufenten und Seidenhühner beleben den Garten und vertilgen Schädlinge wie Schnecken und deren Eier.

Laufenten und Seidenhühner beleben den Garten und vertilgen Schädlinge wie Schnecken und deren Eier.

Wie kann der interessierte Gartenbesitzer an der Veranstaltung teilnehmen?

Die Anmeldung erfolgt, soweit möglich im Vorjahr, über die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege an den Landratsämtern. Die Kreisverbände mit ihren Gartenbauvereinen treffen häufig eine Vorauswahl und arbeiten eng mit der Kreisfachberatung zusammen. Damit sind die Ansprechpartner genannt, die den teilnehmenden Gartenbesitzern mit Rat und Tat zu Seite stehen.

Die Adressen, eine kurze Gartenbeschreibung und ein kurzer Weghinweis werden dann gebündelt in einer Broschüre zusammengestellt und Anfang Juni veröffentlicht. Außerdem werden die Adressen auf der Internetseite des Bezirksverbandes Oberbayern für Gartenkultur und Landespflege e. V. und des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege e. V. ins Netz gestellt. Weitere Veröffentlichungen können über die Internetseiten der Kreisverbände, der örtlichen Gartenbauvereine und in der Presse erfolgen.

Was kommt auf die teilnehmenden Gartenbesitzer zu?

Trotz des oft großen Besucherandrangs zeigen die Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und die Rückmeldungen der Teilnehmer, dass es zu erfreulich wenigen „Flurschäden“ in den Gärten kommt. Das Publikum verhält sich überaus rücksichtsvoll, auch in kleinen Gartenanlagen.

Die Besucher werden in den Faltblättern darauf hingewiesen, dass sie die Gärten auf eigene Gefahr betreten, und sie werden um Rücksichtnahme gebeten. Vorbeugend sei aber allen Teilnehmern empfohlen, am Veranstaltungstag das Haus geschlossen zu halten. Toiletten müssen den Gästen nicht zur Verfügung gestellt werden. Zusätzliche Sitzgelegenheiten werden gern angenommen.

Es kann ratsam sein, in der Nachbarschaft Bescheid zu sagen, dass am Veranstaltungstag in den umgebenden Straßen vermehrt geparkt wird. Der örtliche Gartenbauverein kann hier eine große Entlastung sein, z. B. bei fachlichen Fragen, bei der Erstellung von Wegweisern, oder eben bei der Organisation von Parkplätzen. Wer noch keinen Kontakt zum örtlichen Gartenbauverein hatte, kann die Kreisfachberatung bitten, diesen herzustellen.
Manche Teilnehmer und Gartenbauvereine organisieren auch Kaffee und Kuchen für die Besucher. Eine Bewirtung ist aber freiwillig und absolut kein Muss.

Fotos sind eine schöne und bleibende Erinnerung an diesen für die Gartenbesitzer so besonderen Tag. Es empfiehlt sich daher, mindestens eine Person mit dem Fotografieren zu beauftragen. Auch der örtliche Kreisfachberater nimmt dankbar gelungene Fotos entgegen, vor allem dann, wenn er sie für die Gestaltung der Broschüre zum Tag der offenen Gartentür verwenden darf! Eine schöne Idee ist es auch, ein Gästebuch auszulegen (kann ein Ringbuch sein).

Der Tag der offenen Gartentür findet bei jedem Wetter statt. Die Gärten sind von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Ob ein Gartenbesitzer außerhalb der regulären Öffnungszeiten Besucher in seinen Garten lässt, bleibt ihm überlassen. In den Faltblättern wird ausdrücklich darum gebeten, von Besuchen außerhalb der Öffnungszeiten Abstand zu nehmen.

Veranstalter:

Bezirksverband Oberbayern für Gartenkultur und Landespflege e.V.,
Kreisfachberater für Gartenkultur und  Landespflege an den Landratsämtern
Kreisverbände für Gartenbau und Landespflege mit den örtlichen Vereinen